Pflegenotstand: der humane Rest

 Taschenbuch
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ISBN-13:
9783849810092
Einband:
Taschenbuch
Erscheinungsdatum:
18.10.2013
Seiten:
156
Autor:
Gernot Böhme
Gewicht:
242 g
Format:
211x149x17 mm
Serie:
Aisthesis psyche
Sprache:
Deutsch
Beschreibung:

Gernot Böhme
Vorwort


I. Stand der Dinge

Thomas Gerlinger
Pflegebedarf und Pflegepotenziale in Deutschland


II. Zur Philosophie der Pflege

Ute Gahlings
Ethik der Fürsorge

Marianne Brieskorn-Zinke
Von der Krankenschwester zum Gesundheitsfachberuf. Anmerkungen zur Veränderung eines Berufsbilds


III. Berichte aus der Arbeit : Zur Lage der Pflegebedürftigen und der Pflegenden

Gernot Böhme
Präoperative Patientenfürsorge. Ein Pilotprojekt ehrenamtlicher Pflege

Sabine Köhler
Auf der Drogenstation

Sabine Weidert
Pflegenotstand oder wie Pflegende die Not am eigenen Leibe spüren

Gernot Böhme
Die Stimme der Betroffenen


IV. Zukunftsweisende Ansätze

Klaus Dörner
Nachbarschaft ist die Lebendigkeit des Sozialraums

Gabriele Kleiner
Selbstbestimmt im Alltag - Integriert im Gemeinwesen? Eine Untersuchung zur Lebensqualität von Menschen mit Demenz in ambulant betreuten Wohngemeinschaften


V. Anhang

Petra Rogge
Ich wohne noch! Oder? Notizen eines Pflegepatienten


Über die Autoren
Der in unserem Gesundheitssystem zu beklagende Pflegenotstand wird in der öffentlichen Diskussion zumeist als Fachkräftemangel wahrgenommen. Doch sollte in diesem Zusammenhang betont werden, dass die Pflege unter dem Druck von Kostendämpfung, Rationalisierung und Professionalisierung menschlich ärmer wird. Wie auch immer politisch dem Pflegenotstand begegnet wird, zu konstatieren bleibt stets ein humaner Rest.

Die Grundthese dieses Buches besagt, dass das eigentliche Problem des Pflegenotstands in dem Mangel an menschlicher Zuwendung besteht. Unter den gegebenen Umständen kann die humane Zuwendung nicht allein Sache der professionellen Pflege bleiben; vielmehr muss sie als ein eigener Bereich, eine eigene Aufgabe begriffen werden: Sie muss von Menschen übernommen werden, die eine andere Einstellung, einen anderen Hintergrund, aber vor allem ein anderes Zeitbudget haben als die professionell Pflegenden.

Der vorliegende Band versammelt Beiträge, die sowohl die aktuelle Situation kritisch hinterfragen, konkret von der praktischen Tätigkeit berichten als auch handlungsorientierte Ansätze für die Zukunft bieten.