Autor: Heinz Gerd Ingenkamp
ISBN-13: 9783618612902
Einband: Buch
Seiten: 1273
Gewicht: 707 g
Format: 199x134x48 mm
Sprache: Deutsch

Übersetzungen und Bearbeitungen

Bibliothek Deutscher Klassiker
Werke und Briefe., 0.450, Bd. 9
 Buch
92,00 €*
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Ein Weg, die Intentionen eines Großen der Geistesgeschichte kennenzulernen, führt über das Nebenwerk. Schillers dramatische Begabung und Erfahrung veranlaßten Goethe im Frühjahr 1796, ihm den Egmont zur Überarbeitung anzuvertrauen, ein Drama, das als Bühnenstück keinen Anklang gefunden hatte. Bis zu seinem Tod im Jahre 1805 bearbeitete Schiller danach noch weitere neun Stücke für die Bühne. Das Studium dieser Werke zeigt Schillers Fähigkeiten und Absichten nicht nur auf dem Gebiet, wo er schnell arbeiten mußte; auch die Folie der jeweiligen Originale läßt, von einer anderen Seite her, beurteilen, was er konnte und was er wollte. Schiller bearbeitete sehr verschiedenartige Vorlagen. Die hochklassische Phèdre steht neben dem Konversationsstück Picards; bearbeitet wurden Shakespeare und Goethe, der Dichter setzte sich mit der griechischen Iphigenie und einem italienischen Märchenstück in der Tradition der Commedia dell?arte auseinander. Einige der Bearbeitungen, an erster Stelle Phädra, dann auch Macbeth und Turandot, sind eigenständige Kunstwerke, die unabhängig von literaturwissenschaftlichem Interesse hohe Beachtung verdienen.
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Iphigenie in Aulis - Egmont - Macbeth - Nathan der Weise - Turandot - Der Neffe als Onkel - Der Parasit - Britannikus - Phädra - Othello - Kommentar von Heinz Gerd Ingenkamp
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"Ein Weg, die Intentionen eines Großen der Geistesgeschichte kennenzulernen, führt über das Nebenwerk. Schillers dramatische Begabung und Erfahrung veranlaßten Goethe im Frühjahr 1796, ihm den Egmont zur Überarbeitung anzuvertrauen, ein Drama, das als Bühnenstück keinen Anklang gefunden hatte. Bis zu seinem Tod im Jahre 1805 bearbeitete Schiller danach noch weitere neun Stücke für die Bühne. Das Studium dieser Werke zeigt Schillers Fähigkeiten und Absichten nicht nur auf dem Gebiet, wo er schnell arbeiten mußte; auch die Folie der jeweiligen Originale läßt, von einer anderen Seite her, beurteilen, was er konnte und was er wollte. Schiller bearbeitete sehr verschiedenartige Vorlagen. Die hochklassische Phèdre steht neben dem Konversationsstück Picards; bearbeitet wurden Shakespeare und Goethe, der Dichter setzte sich mit der griechischen Iphigenie und einem italienischen Märchenstück in der Tradition der Commedia dell'arte auseinander. Einige der Bearbeitungen, an erster Stelle Phädra, dann auch Macbeth und Turandot, sind eigenständige Kunstwerke, die unabhängig von literaturwissenschaftlichem Interesse hohe Beachtung verdienen."
Editiert von: Heinz Gerd Ingenkamp
Friedrich Schiller (1759-1805) war Dichter und Philosoph, Historiker, Arzt und Hochschulprofessor. Vor allem aber gilt er als einer der bedeutendsten deutschen Dramatiker. Werke wie Kabale und Liebe, Wilhelm Tell oder Die Räuber stehen auch international regelmäßig auf den Spielplänen der Theater. Zudem gilt er als wichtigster deutschsprachiger Balladendichter (u. a. Die Bürgschaft, Der Taucher). Charakteristisch für Schillers Werke ist die Macht der Sprache, die für Emotion und Freiheitsdrang zu einer Zeit absolutistischer Herrschaft steht. Prägend für das späte Werk Schillers wurde der Gedankenaustausch mit Geistesgrößen wie Goethe, Herder und Lessing während seiner letzten sechs Lebensjahre im thüringischen Weimar.
Autor: Heinz Gerd Ingenkamp
ISBN-13 :: 9783618612902
ISBN: 3618612907
Erscheinungsjahr: 01.02.1995
Verlag: Deutscher Klassikerverlag
Gewicht: 707g
Seiten: 1273
Sprache: Deutsch
Sonstiges: Buch, 199x134x48 mm