Autor: Julia Obertreis
ISBN-13: 9783412125042
Einband: Buch
Seiten: 456
Gewicht: 891 g
Format: 239x162x34 mm
Sprache: Deutsch

Tränen des Sozialismus

37, Beiträge zur Geschichte Osteuropas
Wohnen in Leningrad zwischen Alltag und Utopie 1917-1937
 Buch
49,90 €*
Während der russischen Revolution konfiszierten die Bolschewiki alle Häuser im ehemaligen St. Petersburg (seit 1914 Petrograd, seit 1924 Leningrad) und quartierten Arbeiter in den großherrschaftlichen Wohnungen des Stadtzentrums ein. Aus den entstandenen Kommunalwohnungen wurden Brennpunkte des sozialen Wandels. In den Häusern und Wohnungen wurden gesellschaftliche Identitäten und Positionen ausgehandelt. Auf diese Weise trug die Wohnpolitik maßgeblich zur Erschaffung einer neuen Gesellschaftsordnung bei.
Das Buch beschreibt städtische Lebenswelten der frühen sowjetischen Zeit und zeigt Ausschnitte aus Alltag und Kultur in Leningrad. Anhand eines Hauses im Stadtzentrum veranschaulicht es, in welchem Maße auch Arbeiter, Ingenieure und
Studierende daran beteiligt waren, die Machtverhältnisse zu ändern.
Es wird deutlich, dass bereits in den zwanziger Jahren das Fundament sowjetischer Politik gelegt war, auf dem die Radikalisierung des politischen und gesellschaftlichen Klimas im Stalinismus aufbaute. Der Mangel an Wohnraum und das nach und nach eingeübte Verwenden einer offiziellen Sprache spielten zusammen und führten in den dreißiger Jahren dazu, daß sich eine Denunziationsatmosphäre ausbreiten konnte.
Autor: Julia Obertreis
Julia Obertreis ist Wissenschaftliche Assistentin an der Universität Freiburg.
Autor: Julia Obertreis
ISBN-13 :: 9783412125042
ISBN: 3412125040
Verlag: Böhlau-Verlag GmbH
Gewicht: 891g
Seiten: 456
Sprache: Deutsch
Sonstiges: Buch, 239x162x34 mm, 16 Tafeln