Autor: Ingo Breuer
ISBN-13: 9783412124038
Einband: Taschenbuch
Seiten: 507
Gewicht: 787 g
Format: 232x157x35 mm
Sprache: Deutsch

Theatralität und Gedächtnis

Das deutschsprachiges Geschichtsdrama seit Brecht
 Taschenbuch
67,90 €*
Die Theaterstücke von Brecht, Kipphardt, Weiss, Müller und Jelinek stellen Versuche dar, die Krise der Wahrnehmung von Geschichte ästhetisch zu reflektieren und zu bewältigen. Der Zweifel an der Erkennbarkeit und Darstellbarkeit von Vergangenheit führt nicht nur zur Destruktion von Inhalten und Formen, zum satirischen intertextuellen Spiel und zum Fragment: Als Signal authentischer Erfahrung gilt zunehmend auch die szenische Präsentation von traumatischer Erinnerung und leidendem Körper.
Der Wandel von einer diskursiven Geschichts- zu einer performativen Erinnerungskultur erfordert eine Neubestimmung des Geschichtsdramas. Erst eine Verabschiedung der normativen Kernbegriffe des 19. Jahrhunderts (wie Nation, Handlung, Mimesis) erlaubt es, Geschichte und Drama als wandelbare kulturelle Konzepte zu begreifen. Im Mittelpunkt stehen nunmehr die fiktionalen und theatralischen Signale für Historizität, mit denen historische Diskurse und Geschichtsbilder, kollektive Gedächtnisse und individuelle Erinnerungen präsentiert und kommentiert werden.
Autor: Ingo Breuer
Editiert von: Günter Blamberger, Rudolf Drux, Erich Kleinschmidt, Hans-Joachim Ziegeler
Ingo Breuer ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für deutsche Sprache und Literatur der Universität zu Köln.
Autor: Ingo Breuer
ISBN-13 :: 9783412124038
ISBN: 3412124036
Erscheinungsjahr: 01.01.2004
Verlag: Böhlau-Verlag GmbH
Gewicht: 787g
Seiten: 507
Sprache: Deutsch
Sonstiges: Taschenbuch, 232x157x35 mm