Das Ideal der Wüstenaskese

Und seine Rezeption in Gallien bis zum Ende des 6. Jahrhunderts
 Taschenbuch
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ISBN-13:
9783402039779
Einband:
Taschenbuch
Erscheinungsdatum:
01.01.1994
Seiten:
465
Autor:
Marie E. Brunert
Gewicht:
745 g
Format:
227x155x29 mm
Serie:
42, Beiträge zur Geschichte des Alten Mönchtums und des Benediktinertums
Sprache:
Deutsch
Beschreibung:

Im 4. Jahrhundert entstand im Osten des Römischen Reichs die christliche Wüstenanachorese. Bald gelangten Berichte über die Eremiten in die westlichen Provinzen und erregten dort neidvolle Bewunderung. Die Faszination, die von den Wüstenmönchen ausging, war so groß, dass Asketen danach trachteten, unter den im Westen möglichen Bedingungen »eremitisch« zu leben. Das besonders von Hieronymus propagierte Lob von Wüste und Einsamkeit hatte zur Folge, dass zum einen Klöster nach Möglichkeit außerhalb der Städte angesiedelt wurden und zum anderen die asketische Anachorese zahlreiche Anhänger fand. Trotz gegenläufiger Tendenzen in der Hagiographie des 6. Jahrhunderts, in der die Abwendung vom eremitisch-anachoretischen Ideal gelobt wurde, hat es immer wieder Christen gegeben, die dem Vorbild der ältesten orientalischen Wüstenväter nacheiferten.